Hätte ich die Wahl zwischen Käse und Käse – ich würde Käse nehmen!

Ich liebe Käse! Dabei meine ich nicht die Standard-Supermarkt-Sorten wie Gouda, Edamer, Tilsiter(, Erdbeerkäse) usw., sondern eher ausgefallenere Sorten. Wichtig ist, dass der Käse im Geschmack kräftig-würzig ist – stinken darf er, muss er aber nicht.
Regelmäßig gibt es bei uns zu Hause sogenannte ‚Käseabende’… neben frischem Brot und Butter kommen da ausgewählte Käse auf den Tisch. Meistens kaufen wir die in gut sortierten Supermärkten mit möglichst großer Käsetheke – was gut aussieht, wird mitgenommen.

Diesmal war es anders, denn es war Grüne Woche in Berlin. Neben Kühen, Blumen und tausenden Messebesuchern gab es da sehr viel Käse. Wir haben viel probiert und haben und die leckersten mitgenommen:

Tête de Moine (>2,5 Monate gereift) – Schweiz


Der Tête de Moine (dt. Mönchskopf) war schon vor der Grünen Woche einer meiner ‚all time favourites‘. Der aus der Schweiz kommende Kuhmilchkäse wird nicht -wie bei Käse üblich- in Scheiben geschnitten sondern mithilfe einer Girolle zu Röschen geschabt.
Der Geschmack ist zart-aromatisch, dadurch ist der Käse gut kombinierbar. Als Deko zum Beispiel auf Salaten, kalten Platten usw. ist der Käse durch die Röschenform ein absoluter Knaller. Am liebsten esse ich ihn jedoch frisch geschabt und pur.

Hier gibt’s ein leckeres Rezept mit Tête de Moine..!

Bio-Kuahmelker mit Honigrinde und Almkräutern – Österreich
Der Käse ist deshalb etwas ganz besonderes, weil er mit seinem Geschmack überrascht. Beim Reinbeißen kommt der Kuahmelker leicht süßlich rüber – was zunächst etwas befremdlich ist, weil man das bei Käse nicht erwartet. Beim Kauen kommt dann aber das Würzige der Almkräuter zum Vorschein und rundet das Ganze perfekt ab. Grundsätzlich ist der Kuahmelker sehr mild und eignet sich daher auch zum Frühstück oder für Käseskeptiker.

Kräuter- und Höhlenkäse von oben
links: Bio-Kuahmelker; rechts: Höhlenkäse

Höhlenkäse (24 Monate gereift) – Deutschland (Bayern)
Im Gegensatz zu dem Kuahmelker ist der Höhlenkäse sehr kräftig und intensiv – dabei trotzdem fein und kein ‚HauDrauf-Käse“. Da der Käse relativ fest ist, kann man ihn gut schneiden. Dünn geschnitten zergeht er auf der Zunge. Ich mag ihn allerdings am liebsten schön dick geschnitten auf Kürbiskernbrot/-brötchen – die Kürbiskerne runden den Geschmack wunderbar ab.

Toskanischer Schafskäse in Nussbaumblättern (90-120 Tage gereift) – ItalienBlätterkäse eingezoomt
Dieser Käse aus italienischer Schafsmilch ist definitiv nichts für schwache Gaumen! Sein charakteristisches Aroma erhält der Käse durch die langsame Reifung in traditionellen Terracottakrügen – umhüllt von Walnussbaumblättern. Geschmack und Geruch sind sehr kräftig, nussig und leicht salzig.
Der Käse ist -wie ich finde- fast zu heftig für ein schnödes ‚Käsebrot‘. Viel besser finde ich ihn zum Beispiel zu Salat, Pasta oder auch auf Pizza.